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Am 22. März 1983 schloss die United States Army mit der AM General Division (heute AM General Corporation) einen Vertrag in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar zur Lieferung von 55.000 Einheiten des HMMWV in 15 verschiedenen Ausführungen ab, nachdem sich dieses Fahrzeug bereits in den 70er Jahren bei einer Ausschreibung gegen den Lamborghini LM002 durchsetzten konnte. Die US-Army bestellte schließlich 70.000 Stück und erhöht damit das Auftragsvolumen auf 1,6 Milliarden USD.
Das war der größte, jemals durch die US-Army abgeschlossene Vertrag zur Lieferung militärischer Radfahrzeuge. Gegenwärtig (2007) besitzt das Marine Corps etwa 20.000 Humvees, die Army mehr als 120.000. Die interne Bezeichnung der Army lautet M998 Series. Es ist ein allradgetriebenes Mehrzweckfahrzeug mit einer Nutzlast von 1,25 Tonnen. Der Humvee ist vielseitig einsetzbar und hat eine hohe Mobilität und Geschwindigkeit. Er ersetzte eine ganze Reihe von veralteten leichten Transportfahrzeugen, wie beispielsweise den M151 MUTT, die Dodge M880 Pick-Ups, sowie den M561 Gama Goats und M274 Mules. Humvee mit Raupen als RadersatzDie HMMWV wurden von der US-Army unter anspruchsvollsten Bedingungen getestet, wie unter Kampfbedingungen im schwersten Gelände, über felsige Hügel, durch 1,50 m tiefes Wasser, in tiefem Wüstensand, wie auch in arktischer Kälte.
Interessant ist beim Humvee, wie die Nutzung längst bekannter Techniken als "das Beschreiten neuer Wege im Fahrzeugbau" definiert wird: Um Gewicht zu sparen, wurden u.a. die Antriebswellen im Durchmesser reduziert. Um die gleiche Leistung wie mit herkömmlichen Wellen übertragen zu können, wurde die Drehzahl der Wellen in etwa verdoppelt, um das Drehmoment entsprechend halbieren zu können. Dieser Drehzahlunterschied musste natürlich am Rad wieder heruntergesetzt werden. Dazu wurden Vorgelegegetriebe an jedem Rad eingebaut, wodurch die Bodenfreiheit deutlich steigt. Diese Bauform wird Portalachse genannt.
So hat ein Humvee bspw. 45 cm Bodenfreiheit (Achsmitte). Portalachsen sind nun allerdings nichts Neues und wurden bzw. werden seit Jahrzehnten unter anderem beim VW 181 Kübelwagen,beim IFA W50, beim Unimog und Volvo C303 Laplander verwendet. AM General baut das Fahrzeug in Mishawaka im US-Bundesstaat Indiana. O'Gara Hess & Eisenhardt baut die Panzerung für die Modelle M1113 und M1114.